Alle hier präsentierten Texte dienen ausschließlich der persönlichen Information. Sie stellen keine Beratung in Gesundheitsfragen dar und können diese in keinster Weise ersetzen. Suchen Sie daher bei Verdacht auf eine Erkrankung immer unverzüglich Ihren Arzt auf.

 

Sebastian´s Kranheitsverlauf

Am 18.11.2002 erreichte mich folgende E-Mail (Diese ist vom Verfasser für die Veröffentlichung auf dieser Seite freigegeben):

Hallo!

Mein Name ist Sebastian, bin 23 Jahre alt und habe es endlich geschafft, meinen Krankheitsverlauf aufzuschreiben. Ich fang mal an:

Im Juni 2001 stürzte ich beim Sport auf meine linke Hand. Zunächst sah alles normal aus, doch am Abend machten sich die ersten Schmerzen bemerkbar.

Da bin ich am nächsten Morgen erstmal zum Arzt gegangen wo ich als Diagnose Sehnenscheidenentzündung, und zur Behandlung Salbe und Verbände bekam.

Leider wurde es nicht besser die zwei weiteren Besuche beim Arzt brachten das selbe Ergebnis. Aber die Schmerzen wurden schlimmer.

Zum röntgen wollte man mich nicht schicken weil es aus der Sicht des Arztes nicht nötig gewesen ist. Daraufhin arbeitete ich ganz normal weiter. Ich dachte mir der Arzt wird es schon wissen und ein Bruch konnte es ja nicht sein. Und was soll man sonst haben? Im September zogen die Schmerzen aber so langsam in Richtung Ellenbogen. Erneut ging ich zum Arzt, diesmal ein anderer, ich bekam sofort eine Gipsschiene und ein Termin zum Röntgen.

Trotz Röntgenaufnahme konnte mir noch keiner sagen, was ich nun habe und eine Kernspintomographie folgte.

Danach wurde mir einen vorläufige Diagnose gestellt, mit dem Hinweis mich bei einem Handchirurgen vorzustellen.

Im Oktober folgten noch ein paar Röntgenaufnahmen und eine Feinschicht-CT in der Klinik, wo die OP stattfinden sollte.

Dann bekam ich endlich meine Diagnose. Lunatummalazie! Was is den das? fragte ich mich. Eine Operation wurde indiziert aber wie stand noch nicht fest.

Da ich zu dem Zeitpunkt noch bei der Bundeswehr gewesen bin mußte ich die Operation erst beantragen. Das dauerte noch bis Anfang Dezember und Ende Dezember war meine Dienstzeit vorbei.

Ich machte mich im neuen Jahr wieder zum Handchirurgen und bekam einen OP Termin für Februar. Der Arzt entschied sich für eine OP nach Graner.

Hierbei wurde mir das Mondbein entfernt, das Kopfbein durchgesägt und mit der unteren Hälfte wurde das Mondbein ersetzt. Dazwischen kam ein Stück aus meinem Beckenkamm (Teilversteifung). Die ganze Konstruktion wurde mit Drähten fixiert. Ich stimmte zu. Für Radiusverkürzungen oder ähnliches war es sowieso zu spät.

Das Mondbein war schon zu kaputt.

Von Februar bis Juli folgten 8 Tage Krankenhaus, 10 x Lymphdrainage und 28 x Krankengymnastik.

Nach sechs Wochen kam die Gipsschiene ab, und nach und nach wurden mir die Fixierdrähte (Drei an der Zahl) aus der Hand gezogen ( ambulant).

Dazu kam noch, daß ich mich von Februar bis September fast alle Drei Wochen zum Röntgen in der Klinik vorstellen konnte.

Jetzt kann ich aber sagen, daß soweit alles wieder in Ordnung ist. Die Ruheschmerzen sind weg. Ich kann die Hand wieder einigermaßen bewegen (man gewöhnt sich daran) nur bei Belastung sind die Schmerzen noch da. Und manchmal wenn das Wetter sich ändert sind die Schmerzen auch etwas schlimmer. Aber im großen und ganzen bin ich zufrieden.

Aber auch die Tage nach der OP waren nicht so schlimm, wie ich sie mir vorgestellt hatte. Es lief eigentlich alles fast Schmerzfrei ab. Am nächsten Tag nach der OP konnte ich sogar schon laufen nur mit dem aufstehen und hinlegen hatte ich meine Probleme. Aber wenn ich erstmal stand ging es gut. Und es hat gar nicht lange gedauert, da hab ich von der Narbe an der Hüfte nichts mehr gemerkt.

Wodurch die Lunatummalazie nun entstanden ist weiß ich nicht. Auf jeden Fall hatte ich vor dem Sturz keinerlei Probleme mit der linken oder rechten Hand. In meinem Beruf als Industriemechaniker kann ich trotzdem nicht mehr arbeiten. Ich müßte das Risiko eingehen, daß die Hand in ein paar Jahren Vollversteift werden muß und dazu habe ich keine Lust. Ich habe beim Arbeitsamt einen Antrag auf Umschulung gestellt und mit dieser fange ich bald an. Trotzdem hoffe ich, daß in ein paar Jahren die Bewegung noch besser wird. Im Januar muß ich wieder zu einer Feinschicht-CT und dann sehe ich weiter.

Ich hoffe, daß ich mit meiner Geschichte den anderen Leuten die vor so einer OP stehen helfen kann. Wenn ihr fragen habt könnt ihr euch ja bei mir melden.

Gruß

Sebastian Mafti@t-online.de