Alle hier präsentierten Texte dienen ausschließlich der persönlichen Information. Sie stellen keine Beratung in Gesundheitsfragen dar und können diese in keinster Weise ersetzen. Suchen Sie daher bei Verdacht auf eine Erkrankung immer unverzüglich Ihren Arzt auf.

 

Barbara´s Krankheitsverlauf

Am 23. August 2005 erreichte mich folgende E-Mail (Diese ist vom Verfasser für die Veröffentlichung auf dieser Seite freigegeben):

Mein Name ist Barbara, bin kaufmännische Angestellte und 48 Jahre alt. Ich möchte gern meine Krankengeschichte erzählen:

Im November 2004 bekam ich starke Schmerzen im rechten Handgelenk. Ich dachte an Überlastung und ging erst Mitte Dezember zum Orthopäden. Dort wurde ich auf Sehnenscheidenentzündung behandelt. Verbände, Salben und Spritzen in die Sehnen.

Mitte Januar teilte ich meinem Arzt mit, dass es keinerlei Besserung gibt. Der Arzt meinte sehr unwirsch, dass es jetzt ja wohl mal besser sein müsste. Ich war entsetzt und auf mein Drängen bekam ich eine Überweisung zum MRT, was Anfang Februar durchgeführt wurde. Als ich zur Befundbesprechung zu meinem Orthopäden zurück kam, meinte er, ich müsse jetzt zum Handchirurgen um eine Handgelenkversteifung durchführen zu lassen, weil meine Knochen absterben. Ich war so geschockt als hätte man mir mitgeteilt, ich hätte unheilbar Krebs. Es gab auch keinerlei Erklärungen von ihm.

Ich besorgte mir im Krankenhaus einen Termin für Ende Februar 2005. Nachdem mich zwei Ärzte untersucht hatten, baten sie den Professor hinzu. Nach etlichen Diskussionen erklärte mir der Professor, dass ich eine sehr seltene Krankheit hätte.

Mond- und Kahnbein seien abgestorben, was wohl noch seltener vorkommt. Er legte mir nahe, dass ich schnellstens operiert werden müsse, da mein Handgelenk bei dem kleinsten Stoß zusammenbrechen könnte. Wieder ein Schock! Mein OP-Termin war der 07.03.2005. Die 7 1/2 stündige Operation lief ohne Komplikationen. Mir wurde ein Knochenspan und Knochensubstanz aus der Hüfte genommen und ins Handgelenk gepflanzt. Es gab zwei Tage danach nur eine Spannungsblase. Nach 8-tägigem Krankenhausaufenthalt konnte ich die Klinik mit einem Vollgips verlassen. 6 Tage später wurden die Fäden gezogen. Nach 6 Wochen ging ich zur Kontrolle und ich bekam weitere 7 Wochen einen Halbgips. Ich trug also 13 Wochen Gips und bei der Kontrolle unterbreitete man mir, dass der eingepflanzte Knochenspan zwar angewachsen, aber nicht durchwachsen sei. Ich müsse sehr vorsichtig sein und meine Hand nicht belasten. Zwischenzeitlich habe ich den Orthopäden gewechselt. Seit 6 Wochen habe ich nun 3x wöchentlich Krankengymnastik und 3x wöchentlich Ergotherapie (alles ohne Belastung). Mein Handgelenk ist schon viel beweglicher geworden, allerdings immer noch nicht schmerzfrei, jedoch wird es von Tag zu Tag besser.

Ich kann die Klinik in Hamburg sehr empfehlen. Dort gibt es sehr kompetente Ärzte, die sehr einfühlsam mit den Patienten umgehen.

Heute bin ich froh, dass ich die Hand habe operieren lassen. Mir blieb ja auch keine Wahl. Während des ganzen Krankenverlaufes bin ich natürlich gefühlsmäßig Achterbahn gefahren. Ich hatte Angst, dass ich meine Hand nie wieder bewegen könnte.

In der Klinik wurde mein linkes Handgelenk ebenfalls überprüft und es stellte sich heraus, dass auch hier das Mondbein schon abgestorben ist. Sobald die rechte Hand einigermaßen "Haushaltsfähig" ist, wird die linke Hand operiert. Dies wird so in 6-8 Wochen sein. Da ich heute weiß, was mich erwartet, schaue ich positiv in die Zukunft. Mir ist klar, dass es ein Geduldspiel ist, was sich aber lohnt.

Ich möchte allen Betroffenen sagen, sie mögen den Kopf hoch halten und Geduld haben.

Liebe Grüße
Barbara