Alle hier präsentierten Texte dienen ausschließlich der persönlichen Information. Sie stellen keine Beratung in Gesundheitsfragen dar und können diese in keinster Weise ersetzen. Suchen Sie daher bei Verdacht auf eine Erkrankung immer unverzüglich Ihren Arzt auf.

 

Krankheitsverlauf von Alexandra

Am 12. Juni 2005 erreichte mich der Krankheitsverlauf von Alexandra, zu dem sie am 14. Juni 2005 ihr Einverständnis gab, ihn auf meiner Seite anderen online zur Verfügung zu stellen. Ein herzliches Dankeschön dafür geht an Alexandra. Hier nun die eMail mit dem Krankheitsverlauf:

Hallo Orkana,

hier eine kurze Schilderung meiner Leidensgeschichte:
Im September 1998 hatte ich erstmals Schmerzen an der rechten Hand. Wie bei vielen anderen war die Anfangsdiagnose Sehnenscheidentzündung. Ich bekam einen Stützverband, Salben und weitere gute Ratschläge. Trotz Krankschreibung und Ruhigstellung der Hand ließen die Schmerzen nicht nach. Nachdem ca. 2 Monate vergangen waren wurde es etwas besser und die Schmerzen waren auszuhalten. 2001 hatte ich dann wieder solche starken Schmerzen, dass ich zu einem Chirurgen überwiesen wurde. Der tippte ebenfalls auf Überbelastung und Sehnenscheidentzündung.

Dies ging bis Mai 2004 weiter. Zu diesem Zeitpunkt war ich im 8. Monat schwanger. Als ich kleinere Arbeiten in unserem Garten verrichtete, rutschte ich aus und stützte mich mit meiner rechten Hand ab. Im ersten Moment dachten wir die Hand ist gebrochen, da ich sie nicht mehr bewegen konnte. Aus diesem Grund fuhren wir in das Klinikum Erfurt. Nach langem hin- und her wurde die Hand schließlich mit meinem Einverständnis geröntgt.

Die erste Diagnose lautete das die Hand wahrscheinlich gebrochen ist. Aber so genau könnte man es auf dem Röntgenbild nicht erkennen. Im Verlaufe der Nacht bekam ich dann wiederrum starke Schmerzen, so das wir nochmals in die Klinik gefahren sind. Hier war zum Glück ein fähiger Chirurg (Dr.Grosse-Legge) der nach Blick auf das Röntgenbild Mondbeintod feststellte. Das Problem war, das während der Schwangerschaft kein MRT gemacht werden konnte und erst nach der Schwangerschaft eine genaue Diagnose (welches Stadium) gestellt werden konnte. Dies geschah dann im Oktober und es wurde Mondbeintod im 3.Stadium festgestellt. Da die Beweglichkeit meiner Hand mittlerweile zu null tendierte wurde im weiteren Verlauf dann bis Februar 2005 Physiotherapie verordnet.

Gleichzeitig erkundigten wir uns bei Dir auf der Homepage sowie bei der Landesärztekammer in Thüringen. Hier wurde uns die Empfehlung gegeben die Hufelandklinik in Bad Langensalza aufzusuchen, da dort die besten Chirurgen was Handchirurgie in Thüringen angeht sind. Prof. Henke mit seinen Team, allen voran Oberarzt Mohr, legten dann auch als OP Termin den 30. März fest.

Bei mir wurde das Mondbein komplett entfernt und aus dem Beckenkamm ein Span herausgenommen und an Stelle des Mondbeines eingesetzt. Bis zum 07.06.2005 hatte ich Gips, am 08.06.2005 wurden die Drähte entfernt und ab dem 13.06. beginne ich mit Ergotherapie.

Fazit: Zum jetzigen Zeitpunkt bin ich mit dem Verlauf recht zufrieden, da ich schmerzfrei bin und mit der Beweglichkeit des Handgelenks geht es jetzt hoffentlich auch voran. Die OP wurde übrigens in Vollnarkose durchgeführt. Anderen Betroffenen kann ich nur raten sich im Vorfeld genau kundig zu machen und den Kopf immer oben zu behalten. Die Hufelandklinik kann ich empfehlen, da die Behandlung sowie die Betreuung sehr gut waren. Eine große Stütze hatte und habe ich in meinen Mann der unsere 2 kleinen Kinder betreute und mir immer Mut machte.

So über den Verlauf der Therapie und die späteren eventuellen Einschränkungen werde ich zu einen späteren Zeitpunkt berichten.

Tschüßi sagt Alexandra